Archiv der Kategorie: Lehmbau

Kellerräume = Wohnräume?

Kellerräume sind aus raumklimatischen und Belichtungsgründen eher nicht für den dauernden Aufenthalt geeignet. Sie sind dann auch nicht billiger als oberirdische Räume, die immer die bessere Wahl sind. Sollte es aber dennoch sinnvoll sein Kellerräume zu Wohnräumen aufzuwerten, ist Lehmputz für die Gestaltung eines angenehmen Raumklimas hier besonders hilfreich.

Aus Kellerräumen Wohnräume machen

 

Gesundes Raumklima in Sporträumen

Immer wieder muss ich feststellen, dass in Sporträumen ein eher grausames Raumklima herrscht. Wir kennen das alle. Das muss nicht sein. Ein Beispiel wie es anders geht, also das Raumklima gesundheitsorientiert und sportorientiert bewusst gestaltet werden kann, habe ich in den Lehmbau-FAQs beschrieben. Hier war die Aufgabe einen komplett gefliesten Raum in ein Trainingsraum für Kampfkunst und Gesundheitslehre tauglich zu machen.

Gesundes Raumklima in Sporträumen

 

Holz-Lehm-Häuser ärmlich?

Es gab Zeiten da gab es Gründe warum Holz-Lehm-Häuser als ärmlich galten. Das lag weniger an der Qualität der Baumaterialien als an den sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen. Gebildete Menschen wissen, dass das heute schon lange anders ist: Holz-Lehm-Häuser sind besonders wertvoll im Sinne nachhaltiger Gesundheitsprävention, Umweltverträglichkeit und Wertbeständigkeit.

 

Die Lehmbau-FAQs

Inzwischen sind es 38 beantwortete Fragen zum bauen mit Lehm. Auch 2017 werden die Lehmbau-FAQs weiterführt. Es gibt noch einiges, was dort behandelt werden wird. Die Lehmstapeltechnik gehört dazu.

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Lehmstapeltechnik, Schilfrohr-Putzträgermatten in einem Holzrahmenbau

 

Innendämmung im Hochaus

bgb-guardamar-140626-800Denkt man an die Gegend südlich von Alikante, Spanien, denkt man nicht unbedingt an Wärmedämmung. Doch auch hier kann es empfindlich kühl werden. Das gilt besonders, wenn sich die Wohnung im 9. Stockwerk an der Küste, also dem Seewind ungebremst ausgeliefert, befindet. Durch die Höhenlage der Wohnung ist auch der Landwind ein Thema.

Nach einiger Überlegung wurde sich für eine Innendämmung aus Holzfaserplatten und Lehmputz entschieden. Die Innendämmplatten wurden von den Bauherren mittels Lehmkleber in Eigenleistung angebracht und die Armierungslage ebenfalls aus Lehmklebe- und -armierungsmörtel aufgeputzt.

Nachträgliche Wärmedämmung lässt sich einfach und günstig als Innendämmung ausführen, auch an einzeln ausgewählten Wänden . Es ist eine perfekte Möglichkeit Bestandsbauten und einzelne Etagenwohnungen energetisch zu verbessern und so den Komfort zu erhöhen. Innendämmaßnahmen sind gut auch in bewohnten Wohnungen auszuführen, wenn sorgfälltig gearbeitet wird. Es werden kaum mehr als 1 – 1,5 m Fläche vor der Wand benötigt. Das staubige Zusägen der Dämmplatten und das Anmischen des Lehmputz geschieht z.B. auf der Terrasse. „Lehmschmierereien“ lassen sich ohne Weiteres mit Wasser wegputzen.

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Auf Eckschienen aus Kunststoff oder Metall wurde verzichtet. Hier war handwerkliche Arbeit gefragt. Für die Ausführung der Feinschicht aus Lehmoberputz fein wurde der Architekt eingeflogen.

 

Fachwerkfassade – Kalkulation und Coaching

AQI-A Kelzenbergerstraße Jüchen 160722 (12) 800Das Fachwerkhaus wurde vor ca. 20-25 Jahren saniert. Die Gefache sind mit Lehm ausgefacht, der Außenputz ist ein Kalkputz mit Tierhaarzusatz. Inzwischen ist der Putz einer Reihe der Gefache lose, so dass er erneuert werden muss. Das ist soweit kein Mangel der Arbeiten damals, sondern üblichen im Rahmen der Instandhaltungsmaßnahmen eines Fachwerkhauses.

Meine Aufgabe war es festzustellen was zu tun ist, soweit dies ohne Gerüststellung und ohne zerstörende Maßnahmen möglich war. Dann habe ich die Kosten kalkuiert mit Arbeitszeiten und Materialkosten, so dass ein Angebot durch einen Handwerker erstellt werden konnte. Der Auftrag an mich kam durch einen Baustoffhändler, der für den Handwerkskunden eine Lösung gesucht hat. Im Auftragsfall werde ich den Handwerksbetrieb fachlich coachen, da dieser noch keine Erfahrung mit dem Fachwerk- und Lehmbau hat.

 

Einfach und praktisch zum Spritzen von Lehmputz

Vor gut zwei Jahren stieß mich ein Kunde während einer technischen Beratung zur Fachwerkausfachung auf ein kostengünstiges, einfaches und praktisches „Low-Tech-Gerät“ zum spritzen von Lehmputz. Er hatte es in den USA gesehen, wo es für viele Arten von Mörtel eingesetzt wird.

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Anstatt teure, aufwendige Putzmaschinen ist nur ein Kompressor und eben dieses „Dings“ nötig. Der Lehmmörtel wir z.B. mit einem Freifallmischer angemischt und aus dem Kübel oder besser der Schubkarre (man muss sich nicht so bücken) aufgenommen. Aus dem Trichter wird der Mörtel mittels Druckluft an die Wand gesprüht. Insgesamt ist das „Dings“ sicher nicht so perfekt wie die üblichen Putzmaschinen, doch kosten die auch fünfstellige Summen. Anders das Druckluftsprühsystem für nur wenige Hundert Euro. Es ist so einfach aufgebaut, dass es sich gut für den Verleih eignet und auch für den Selbstbau taugt.

Zu beziehen ist es inzwischen bei Meurer Natürliches Bauen GmbH im Koblenz.