Zum Thema Migration

Migration bekämpft man nicht mit Grenzen, sondern mit Bildung und Chancen.

Ja, auch das hat mit Architektur zu tun, mit Landplanung, mit Siedlungsplanung, mit Raum für Chancen. Gute Architektur sind nicht schicke Fassaden oder begehbare Plastiken. Architektur endet nicht an der Außenkante des Außenputz. Die soziale Frage will beantwortet werden.

„Es ist die Gemeinschaft, die den Nährboden für jegliche Milieugestaltung bildet.

  • Für die Entwicklung lebensfördernder sozialer Kontakte
  • Für die Unterstützung von Selbstorganisationen und Selbsthilfe

gilt es zu arbeiten.“

aus dem Leitsatz 7 des Baubiologischen Manifest des Bund Architektur und Umwelt

Wer sich über Mirgation wundert, sollte sich vor Ort umsehen – nicht als Pauschalreisender. Meine Eltern haben lange als „Wirtschaftsflüchtlinge“ u.a. in Lagos, Nigeria, gelebt. Ich bin nicht nur einmal auf dem Landweg dorthin gefahren. Das Bild zeigt eine Straße in einem der besseren Gegenden von Lagos.

Das Thema ist sicher nicht einfach und voller Widersprüche. Und doch, fairer Handel und Investitionen in Bildung und Fertigkeiten vor Ort sind nachhaltiger als Flüchtlingskrisenmanagement.

Ich habe auch Architektur studiert, weil die Klimaerwärmung und deren Folgen schon damals in den 1970-80er Jahren ein Thema waren – auch das der Migration. Und ich bin durch Afrika und Asien gereist.

Wir in den wohlhabendsten Ländern sollten vorbildlich sein, denn wir können es uns leisten. „Vorbildlich“ heißt „nachhaltig handeln“. Da gibt es viel zu tun in der Architektur.

Wenn Sie das auch nicht kalt lässt, tun Sie etwas. Hier: Internationaler Verband Westfälischer Kinderdörfer e.V.