„Holz – Mensch – Raum“

Diese Metastudie der TU München in Kooperation mit proHolz Bayern, gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, beleuchtet den Stand der Wissenschaft zum Thema „Gesundheitliche Interaktion von Holz – Mensch – Raum“. Der Frage wird nachgegangen in den Kapiteln

– Emissionen
– Material
– Medizin
– Wahrnehmung

Interessant ist u.a. ein Vergleich von vier Bürocontainern mit identischen Maßen aber unterschiedlichen Baumaterialien: ein Standardcontainer, ein Nachrüstcontainer (Stahlcontainer mit Lehmelementen), ein Container in Holz-Lehmbauweise, ein Massivholzcontainer. Thema des Vergleiches: Steigerung von Leistungs- und Erholungsfähigkeit.

Sie erhalten eine Broschüre und den Schlussbericht bei der TU München, Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion, Prof. Stefan Winter.

 

Umbau eines denkmalgeschützen niederrheinischen Hallenhauses

Es beginnt mit dem Aufmaß und der Bestandsaufnahme. Wir machen das von Hand, um jeden Winkel des Hauses „persönlich kennenzulernen“. Bisherige Zwischenbilanz: Das Haus muss von innen und außen ausgegraben werden und dann mit der mineralischen Abdichtung „Dernoton“ vor weiterer Durchfeuchtung geschützt zu werden. Die Fenster sollen erhalten werden. Die Außenwände werden mittels Innendämmung energetisch ertüchtigt.

  

 

Das Seerosenzimmer in Aachen

Seerosen, ein großformatiger Linolschnitt im Buchenholzrahmen, auf fein geriebenem, zweilagigem Lehmputz, mit Silikatfarbe gestrichen. Die Decke des Raumes wurde nach dem Entfernen aller Tapeten- und Anstrichschichten mit Lehmspachtel gespachtelt und mit der Farbe der Wände gestrichen. Der Schallschutz einer der Wände wurde mittels Holzfaser- und Lehmbauplatten verbessert. Die runden „Ecken“ zwischen Decke und Wand, wie bei Jahrhundertwendehäusern häufig, wurden mit Lehmunter- und Lehmfeinputz neu geformt. Der Boden wurde vom alten Linoleum befreit, mit Lehmspachtel geglättet und mit einem geölten Korkparkett versehen.

Zu sehen ist das alles beim diesjährigen, 4., Offenen Atelier der Künstlerin Antje Seemann. Sie sind herzlich eingeladen!

  

Alle handwerklichen Arbeiten von Antje Seemann und Olaf Paproth.

Übrigens, letztes Jahr war es noch „Das Lehmzimmer“. Beim damaligen 3. Offenen Atelier der Künstlerin diente der braune, noch rohe Lehmputz als Kulisse für die Philosophen- und Naturwissenschaftlerportraits.

 

1980, 1982, …

Es komme bitte keiner, der meint
klimaneutrales, energiesparendes, CO2-sparendes,
gesundes, nachhaltiges Planen
in Hohbau, Städtebau und Landplanung
sei in irgendweiner Weise neu.

 

Was Architektur mit Schmetterlingen zu tun hat

Die Landwirtschaft ist schuld daran, dass es immer weniger Insekten gibt – Falsch!

Gerade eben habe ich mich in meinem Garten an einem Kohlweißling, einen Admiral und diesen Schwalbenschwanz freuen können. In einem Garten in Aachen-Haaren freuen sich die Bewohner auf die Äpfel und Blaubeeren. Die Himbeeren sind bereits gegessen.

  

 

Weiteres zum Thema:

Das Problem mit der Hitze hat Freiburg genauso wie New York.
Klimaforscher warnen schon seit langem: Unsere Städte heizen sich auf. Doch Stadtplaner wissen immer noch nicht so recht, was sie dagegen tun sollen. (FAZ)

Gründach noch immer exotisch.
So sehen sie aus, die meisten Flachdächer. Fragt sich warum? Sie sind häßlich und wenig intelligent.

Grüne Fassaden helfen doppelt
Städte sind meist von Beton und Stein dominiert. Bis auf Parks, Straßenbäume und Balkone gibt es oft nur wenig Grün. Doch das ließe sich durch vermehrte Begrünung von Hausfassaden ändern – zum großen Vorteil von Natur und Stadtbewohnern gleichermaßen. Denn wie eine Studie nun bestätigt, wirken begrünte Fassaden nicht nur wie eine natürliche Klimaanlage, sie filtern auch messbare Mengen von Schadstoffen wie Stickoxiden und Feinstaub aus der Luft. (wissenschaft.de)

 

BAUnatour-Veranstaltung in Aachen

Für den Donnerstag, 05.07.2018, 16 h, darf ich Ihnen die Einladung zur Veranstaltung Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen mit Vertiefung zum (sommerlichen) Wärmeschutz als Klimafolgeanpassung der BAUnatour weiterleiten.

 

 

Das Programm ist viel versprechend:

„16:00 Uhr Begrüßung durch Wilhelm Grafen (Handwerkskammer Aachen) und Einführung durch Michael Lohr (BAUnatour)
16:15 Uhr Altbausanierung und Klimafolgenanpassung – Wie können uns nachwachsende Rohstoffe helfen? (Michael Stephan, Geschäftsführer altbau plus)
16:45 Uhr Gebäudedämmung mit nachwachsenden Rohstoffen (Maria Feldhaus, Verbraucherzentrale NRW)
17:15 Uhr Enkelsicher bauen mit Zellulose-Dämmung (Georg Raida, Geschäftsführer Raida Dämmtechnik)
17:45 Uhr Innenraumgestaltung und Raumklimaverbesserung mit Naturbaustoffen (Jörg Becker / Klaus Gabrielli, Glashaus-Wohnwerkstatt)
18:15 Uhr Nachwachsende Rohstoffe im Einsatz – Die Entwicklung aus der Praxis einer Holzbaufirma (Martin Knoben, Zimmermeister und Geschäftsführer Holzbau Knoben)
18:45 Uhr Abschlussdiskussion
19:00 Uhr Veranstaltungsende“

Einige der Referenten sind mir bekannt. Ich kann Ihnen die Veranstaltung nur empfehlen.

 

BAUnatour in Aachen – auch in einem unserer Projekte

Der Mobile Showroom „BAUnatour“ der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe ist derzeit in Aachen. Er ist für alle Bauinteressierte ein wirklich lohnendes Ziel.

In Kooperation mit den Besichtigungstouren von altbau plus wurde auch eines unserer Projekte besucht. Aus dem Programm:

„Wohnhaus mit Atelier in Aachen-Haaren, Baujahr ca. 1912, seit 2006 umfangreiche energiesparende Sanierungsmaßnahmen unter ökologischen Gesichtspunkten. Besonderes Augenmerk liegt hier auch auf dem Baustoff Lehm, in Verbindung mit Innenputzen und einer Schallschutzwand. Neben dem guten Raumklima sind auch die nachhaltige Integration von ursprünglich vorhandenen Bauelementen und die architektonische Gestaltung des Ateliers erlebbar.“

Foto: BAUnatour, Michael Lohr

Der mobile Showroom BAUnatour ist noch bis zum 05.07.2018 auf dem Willy-Brandt-Platz in Aachen. Danach tourt er weiter nach Straubing.

Foto „BAUnatour“

Was beim Betrachten des Fotos auffällt: Im Hintergrund schöne Jahrhundertwende-Architektur, im Mittelgrund der Ausverkauf der Maßstabslosigkeit, im Vordergrund zukunftweisendes, nachhaltiges Bauen.

Hier Bericht zur Tour in der Haarener Presse.

 

Für eine andere Architektur

Wenn die Städte ein Problem mit der Luftqualität haben, haben sie wohl recht. Doch es sind nicht die Diesel-PKW die Ursache. Es ist die Stadtarchitektur. 1981 wurde dieses Buch geschrieben.

Ein weiteres, herausgegeben vom Umweltbundesamt (!) 1982:

Es waren nicht die ersten und nicht die letzten ihrer Art, in jedem fall sehr lesenswert – heute.

Was hat Stadtarchitektur z.B. mit Pendlern zu tun und dem Einfamilienhaus am Stadtrand? Die dicke Luft machen nicht die Autos. Es sind die Ursachen, warum sie benutzt werden.

 

Niederrheinhof für zwei Familien

Zwei junge Familien wollen gemeinsam eine Hofanlage bauen oder eine vorhandene modernisieren und Umbauen. Ein großes Grundstück für Gartenwirtschaft zur Selbstversorgung soll dazugehören. In Kooperation mit dem Büro „regionaltypische Bauwerke“ wurden die angehenden Bauherren zum Kauf dieser Hofanlage beraten. Dazu wurde ein Konzept für die Projektentwicklung und ein Vorentwurf erstellt., das die Modernisierung des vorhandenen Wohnhauses, den Neubau eines zweiten und die Instandsetzung der Wirtschaftsgebäude beinhaltet. Bevor der Kauf besiegelt werden sollte, kam ein weiterer Kaufinteressent dazwischen und hat den Bauherren den Hof vor der Nase weg gekauft. Nun suchen wir weiterhin nach einem geeingeten Grundstück.

     
     
     

Grundstück gesucht im Raum Moers – Krefeld – Kerken für den Neubau einer Hofanlage in niederrheinischem Stil für zwei Familien. Die Vorentwürfe mit einem Lang- und einem Kompakthaus stehen bereits. Für die nächsten Schritte fehlt das Bauland mit etwas Hinterland.