Käfighaltung oder artgerechtes Wohnen?

Die Bilder sprechen für sich. Die Meinungen sind kontrovers. Schon Corbusier hatte Visionen, die den Menschen wie ein Industrieprodukt sahen – obwohl er ein guter Architekt war. Dem gegenüber steht das Konzept der permakulturellen Landplanung des Bill Mollison, der sich nicht auf eine ökologische Landschwirtschaft berschränkte.

Das nach wie vor ungebremste, enorme Wachstum der Groß- und Megastädte weltweit und die damit einhergehende Landflucht – auch in Deutschland – widerspricht vom Grundsatz her der Integration von Kultur und Natur.

Wie gestaltet man Ballungsräume so, dass sie ressourcenautark sind, anstatt vom Raubbau zu leben? Wie gestaltet man den ländlichen Raum attraktiv?

Was ist attraktiv? Was ist „artgerecht“? Für wen? Die Politik stellt hier keine Fragen und bietet keine Antworten. Es wird einfach gebaut. Städtebau entspricht einer Lagerplatzarchitektur für egozentrische Einzelbauten oder krebsgeschwürartige Einfamilienhausgettos.

 

Bequem für den Architekten ist es sich auf kleine, exotische „Ökohäuser“ zu spezialisieren oder die Modernisierung erhaltenswerter Bestandsbauten… so hat er immer ein gutes Gewissen…

Fotos: Heerlen August 2017