Archiv der Kategorie: Interessantes

Photovoltaik-Anlagen im Brandfall

Immer wieder höre ich das Gerücht, dem nach Häuser mit Photovoltaik-Anlagen im Brandfall nicht gelöscht sondern „kontrolliert abgebrannt“ würden. Der Grund sei der gefährliche elektrische Strom der nicht abschaltbaren Solarstromanlagen. Ich persönlich habe noch von keinem solchen Fall tatsächlich gehört. Nun, das heißt sicher nicht viel. Allerdings weiß ich, dass das Gerücht Unsinn ist. Dazu möchte ich hier beispielhaft auf ein Link zu eon verweisen. Hier wird dargestellt, dass es Handlungsanweisungen für die Feuerwehren gibt, die ein Löschen ermöglichen.

„Löscht die Feuerwehr Häuser mit Photovoltaik auf dem Dach?“

Blick aus meinem Arbeitszimmer

Anders als vielfach behauptet sind auch Abschaltungen für Photovoltaik-Module erhältlich. Sie reduzieren die Gefahr, müssen aber eingeplant und von den Bauherren beauftragt werden. Im Übrigen sind elektrische Anlagen, häusliche wie gewerbliche, nichts Ungewöhnliches.

Fazit: Der Brandfall liefert keine triftige Begründung eine sinnvolle Photovoltaik-Anlage nicht zu bauen.

 

Ein Ausstellungsraum

Für die Jahresausstellung der Aachener Künstlerin Antje Seemann war ein zusätzlicher Raum für das Projekt „Naturwissenschaftler- und Philosophenportaits“ notwendig. Es bot sich an, eine anstehende Renovierung in dem Jahrhundertwendehaus mit dem Ausstellungstermin zu koordinieren. So zeigt sich der Raum jetzt in naturbraunem Lehmputz als Hintergrund für die Linolschnitte – auch ein Projekt der Reihe „handmade by the architect“.

Die Kombination von Naturwissenschaftlern und Philosophen ist ein brandaktuelles Thema in einer Zeit der Überbewertung von Technik und Wirtschaft.

Antje Seemann hat einen schönen, in der Auflage limitierten Kalender hergestellt. Er kann bei ihr (oder auch bei mir) bestellt werden. Er kostet 24,- plus Porto und Verpackung.

 

Städte stöhnen wegen der schlechten Luftqualität

Die Städte stöhnen wegen der schlechten Luftqualität, gegen die sie nicht ankommen. Dabei wäre es so einfach. Schauen wir uns nur einmal die Dächer in den Städten an. Graudächer werden noch immer Gründächern bevorzugt. Mir  ist kein Bebauungsplan bekannt, der Gründächer vorschreiben würde. Wohl aber gibt es eine Reihe guter Beispiele – leider eben Einzelstücke (siehe u.a. den Literaturhinweis unten).

  

Vergleichen wir Graudach vs. Gründach:

Flächenversiegelung: 0:1
Sauerstoffproduktion: 0:1
Kohlendioxidverbrauch: 0:1
Staubverringerung: 0:1
Temperaturausgleich: 0:1
Feuchteausgleich: 0:1
Gerüche: 0:1
Lärmreduktion: 0:1
Wasserrückhaltung, Entwässerung: 0:1
Brandschutz, harte Bedachung: 1:1
Brandschutz, weiche Bedachung: 0,5:1
Lebensraum für Insekten & Co: 0:1
Ästhetik: -:- (da halte ich mich hier einmal raus)
Psychologische Wirkung (Wohlbefinden, Stressreduktion) 0:1
Flachdachtauglichkeit: 1:1
Steildachtauglichkeit: 1:1
Dachgewicht: 1:0,5
Montage: 1:1
Dachhaut, Lebensdauer: 0:1
Dachhaut, Pflege: 1:1
Dachhaut, Invetitionskosten: 1:1 – 1:0,5
_____________________________________________
Graudach 7,5 : Gründach 19 Punkte

Nun, warum stöhnen die Städte? Während immer teurere und immer nutzlosere Investitionen für die Einhaltung der Energieeinsparverordnungen (EnEV) vom Bürger verlangt werden, bleibt die Forderung nach Gründächern außen vor. Dabei sind Investitionen hier wesentlich rentabler als nur allein die letzte Verschärfung der EnEV. Das gilt übrigens auch bei den vorbildlichen Bauten der öffentlichen Hand…

Damit mir nun keiner glauben muss, was ich hier behaupte, lese er nach:

Gernot Minke
„Dächer begrünen – Planung, Ausführung, Praxistipps“
ökobuch-Verlag
2000 / 2016

Prof. Minke ist einer „der Päpste“ des Lehmbaus und des ökologischen Bauens. Derzeit wird sein Werk bei der documeta 14 in Kassel geehrt.

Es gibt seit den 1980er Jahren eine Reihe weiterer, guter, fundierter Literatur zum Thema.

 

 

result-management

Nachhaltigkeit entsteht nicht von alleine, es liegt an den Menschen, die Entscheidungen treffen. Deshalb biete ich an Menschen bei der Entwicklung Ihrer Vorhaben im Sinne von Nachhaltigkeit zu unterstützen. Sie werden auf diesen Seiten erkennen, warum und wie die Methoden des Ingenieurs und die Aufgaben eines Entwicklungsberaters, Coaches hand-in-hand gehen.

result-management für nachhaltige Projektentwicklung

  • kooperative Beratung / Coaching
  • Moderation
  • Mediation

als kurze Intervention oder als längerfrisitge Begleitung bei

  • der Unternehmensentwicklung
  • kleineren und größeren Projekten
  • der Teamentwicklung
  • der Persönlichkeitsentwicklung

Bei meinen Projekten wende ich das result-management seit vielen Jahren erfolgreich an.

 

     Einblicke in das result-management zum download

 

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Es hängt in meinem Wohnzimmer vor weißem Lehmputz an prominenter Stelle, mein Lieblingsbild von Antje Seemann. Für mich bedeutet es „Do“, der Weg oder auch die Weglehre im Sinne des klassischen chinesischen Kung Fu. Das wiederum wird erst durch „Wu Shu“ zur Kampfkunst – nicht zum Kampfsport. Denn es geht im Kung Fu nicht um das Kämpfen gegen einen äußeren Feind, sondern um den inneren, der einen daran hindert, den eigenen Weg zu gehen. Auch wenn der Weg durch kalte und dunkle Gegenden führt, zeigt sich Licht am Ende des Tunnels.

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Zum Wesen des Kung Fu gehört der Taoismus. Aus dem ursprünglichen Einen entsteht das Jin und Yang, das Schwarz und das Weiß. Beide tragen jeweils einen Anteil des anderen in sich. Hier unterscheidet sich der Taoismus von einer eindimensionalen digitalen Weltsicht. Das Motiv des verschneiten Weges dargestellt mittels schwarz-weißem Linoldruck motiviert mich täglich Kung Fu Wu Shu und Tai Chi Chuan nach den Regeln des Taiwan Do zu üben und zu versuchen dies in meine anderen Lebensbereiche zu übertragen.

Damit wünsche ich Ihnen und Euch besinnliche Festtage und ein glückliches neues Jahr!