Archiv der Kategorie: Interessantes

Städte stöhnen wegen der schlechten Luftqualität

Die Städte stöhnen wegen der schlechten Luftqualität, gegen die sie nicht ankommen. Dabei wäre es so einfach. Schauen wir uns nur einmal die Dächer in den Städten an. Graudächer werden noch immer Gründächern bevorzugt. Mir  ist kein Bebauungsplan bekannt, der Gründächer vorschreiben würde. Wohl aber gibt es eine Reihe guter Beispiele – leider eben Einzelstücke (siehe u.a. den Literaturhinweis unten).

  

Vergleichen wir Graudach vs. Gründach:

Flächenversiegelung: 0:1
Sauerstoffproduktion: 0:1
Kohlendioxidverbrauch: 0:1
Staubverringerung: 0:1
Temperaturausgleich: 0:1
Feuchteausgleich: 0:1
Gerüche: 0:1
Lärmreduktion: 0:1
Wasserrückhaltung, Entwässerung: 0:1
Brandschutz, harte Bedachung: 1:1
Brandschutz, weiche Bedachung: 0,5:1
Lebensraum für Insekten & Co: 0:1
Ästhetik: -:- (da halte ich mich hier einmal raus)
Psychologische Wirkung (Wohlbefinden, Stressreduktion) 0:1
Flachdachtauglichkeit: 1:1
Steildachtauglichkeit: 1:1
Dachgewicht: 1:0,5
Montage: 1:1
Dachhaut, Lebensdauer: 0:1
Dachhaut, Pflege: 1:1
Dachhaut, Invetitionskosten: 1:1 – 1:0,5
_____________________________________________
Graudach 7,5 : Gründach 19 Punkte

Nun, warum stöhnen die Städte? Während immer teurere und immer nutzlosere Investitionen für die Einhaltung der Energieeinsparverordnungen (EnEV) vom Bürger verlangt werden, bleibt die Forderung nach Gründächern außen vor. Dabei sind Investitionen hier wesentlich rentabler als nur allein die letzte Verschärfung der EnEV. Das gilt übrigens auch bei den vorbildlichen Bauten der öffentlichen Hand…

Damit mir nun keiner glauben muss, was ich hier behaupte, lese er nach:

Gernot Minke
„Dächer begrünen – Planung, Ausführung, Praxistipps“
ökobuch-Verlag
2000 / 2016

Prof. Minke ist einer „der Päpste“ des Lehmbaus und des ökologischen Bauens. Derzeit wird sein Werk bei der documeta 14 in Kassel geehrt.

Es gibt seit den 1980er Jahren eine Reihe weiterer, guter, fundierter Literatur zum Thema.

 

 

result-management

Nachhaltigkeit entsteht nicht von alleine, es liegt an den Menschen, die Entscheidungen treffen. Deshalb biete ich an Menschen bei der Entwicklung Ihrer Vorhaben im Sinne von Nachhaltigkeit zu unterstützen. Sie werden auf diesen Seiten erkennen, warum und wie die Methoden des Ingenieurs und die Aufgaben eines Entwicklungsberaters, Coaches hand-in-hand gehen.

result-management für nachhaltige Projektentwicklung

  • kooperative Beratung / Coaching
  • Moderation
  • Mediation

als kurze Intervention oder als längerfrisitge Begleitung bei

  • der Unternehmensentwicklung
  • kleineren und größeren Projekten
  • der Teamentwicklung
  • der Persönlichkeitsentwicklung

Bei meinen Projekten wende ich das result-management seit vielen Jahren erfolgreich an.

 

     Einblicke in das result-management zum download

 

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Es hängt in meinem Wohnzimmer vor weißem Lehmputz an prominenter Stelle, mein Lieblingsbild von Antje Seemann. Für mich bedeutet es „Do“, der Weg oder auch die Weglehre im Sinne des klassischen chinesischen Kung Fu. Das wiederum wird erst durch „Wu Shu“ zur Kampfkunst – nicht zum Kampfsport. Denn es geht im Kung Fu nicht um das Kämpfen gegen einen äußeren Feind, sondern um den inneren, der einen daran hindert, den eigenen Weg zu gehen. Auch wenn der Weg durch kalte und dunkle Gegenden führt, zeigt sich Licht am Ende des Tunnels.

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Zum Wesen des Kung Fu gehört der Taoismus. Aus dem ursprünglichen Einen entsteht das Jin und Yang, das Schwarz und das Weiß. Beide tragen jeweils einen Anteil des anderen in sich. Hier unterscheidet sich der Taoismus von einer eindimensionalen digitalen Weltsicht. Das Motiv des verschneiten Weges dargestellt mittels schwarz-weißem Linoldruck motiviert mich täglich Kung Fu Wu Shu und Tai Chi Chuan nach den Regeln des Taiwan Do zu üben und zu versuchen dies in meine anderen Lebensbereiche zu übertragen.

Damit wünsche ich Ihnen und Euch besinnliche Festtage und ein glückliches neues Jahr!

 

Heute einmal etwas anderes

Das Versorgungswerk der Architektenkammer NRW hat diesen Monat (November 2016) darüber informiert, dass der sogenannte Rechnungszins, also das Leistungsversprechen des Versorgungswerkes, halbiert wird. Die Begründung ist die Entwicklung des Zinsniveaus langfristiger Kapitalmarktzinsen. Als „klassischer Referenzwert“ hierfür wird die zehnjährige Bundesanleihe genannt. Deren Entwicklung wird mit der unten zitierten Grafik dargestellt. „Die Rendite der deutschen Bundesanleihe ist von etwa 4 % im Jahr 2006 in diesem Jahr erstmals in ihrer Geschichte unter 0 % gefallen und liegt aktuell bei 0,04 % (Stand: September 2016).“

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Schaut man sich die Grafik genau an, stellt man leicht fest, dass die Zinsen seit 1980 (!) kontinuierlich fallen. Es ist also kein kurzfristiger Trend. Die Grenzen des Wachstums sind lange erreicht. Auch wenn das für einzelne nicht gilt, gilt es doch für die gesellschaftliche Gemeinschaft. Es läuft etwas sehr falsch. Nachhaltiges Wirtschaften funktioniert auch ohne Wachstum.

 

Man denkt nie alleine

Ein Arte-Beitrag über einen neuen alten Zeitgeist von mobilen Minihäusern bis zum Hightech-Prototyp:

Die Häuser der Zukunft: Nachhaltiges Bauen mit Modulen – FUTUREMAG – ARTE

Auch ich plane gerne kleine feine Lowtech-Häuser aus Naturmaterialien. Demnächst hier mehr dazu.