Archiv der Kategorie: Holzbau

Urbaner mehrgeschossiger Wohnbau in Holz wirtschaftlich wettbewerbsfähig

Über die architektonische Qualität des hier dargestellten Städtebaus möchte ich an dieser Stelle einmal schweigen. Dazu habe ich mich breits geäußert. Lesen Sie dazu auch diesen Artikel der NZZ.

Hier geht es um den dringenden Ersatz von Beton & Co. (Warum?)  Im Einfamilienhausbau es schon lange der Fall, dass die vielen, guten Varianten des Holzbaus wirtschaftlich mehr als wettbewerbsfähig sind. Bereits 1993 habe ich mein erstes Holz-Lehm-Haus geplant und bei der Eigenleistung des Bauherren mitgewirkt. Das Titelbild der Lehmbau FAQs zeigt einen ersten Eindruck der Konstruktion. Das konsequent ökologische und rollstuhlgerechte Haus war damals nicht teuerer als ein gleichwertiges konventionelles.

Aus dem Artikel:

„Zahl zum Thema: 13,7% betrug 2016 bei neu gebauten Einfamilienhäusern in der Schweiz der Materialanteil des Holzes in der Tragkonstruktion im Schnitt. Die beiden Spitzenplätze belegten Beton mit über 50% und Backstein mit gut 30%. Bei An- und Umbauten hat der Holzbau mit 32% Backsteinbauten bereits überholt. Beim Neubau von Mehrfamilienhäusern erreichte Holz einen Anteil von 7%“

P.S.: Das Ganze macht natürlich wenig Sinn, wenn eine gute Holzkonstruktion anschließend dick mit Polystyrol „eingepackt“ wird, so wie beim Brüggener Hausarztzentrum geschehen. Es ist eine vorbildliche Massivholz-Konstruktion. Doch leider bemerkt man nichts von den guten Innenraumklimaeigenschaften des Holzbaus…

 

Zum Thema Kunststoffenster…

… ein Beitrag aus dem Netz. Es geht um einen Brandversuch, einem Vergleich zwischen Massivbau mit Betonsteinen, Kunststoffenstern und Stahlträger und einem Holzbau mit Holzfenstern und Holzbalkendecke. Bei beiden Aufbauten wurden jeweils übliche Baustoffe verwendet. Vorweg: Der Holzbau ist dem Massivbau insgesamt deutlich überlegen. Das überrascht Kenner des Holzbaus nicht wirklich, wird hier aber sehr schön dargestellt.

Besonderes Augenmerk möchte ich auf die Fenster legen. Die Kunststoffenster halten der Brandbelastung kaum Stand. Im Gegensatz dazu widerstehen die Holzfenster ungleich länger dem Feuer und verhindern so dessen Ausbreitung. Das wiederum kommt der Widerstandsfähigkeit der gesamten Konstruktion zu Gute.

Hinzu kommt der Aspekt, dass die Kunststoffe im Brandfall besonders giftige Gase freisetzen. Das können je nach Brandbedingungen und Fensterfabrikat auch Dioxine und Furane sein. Bei Holzfenstern kann das nicht entstehen.

Jetzt kann jeder darüber nachdenken, ob er ein erhöhtes Brandrisiko eingehen will, nur um die Fenster weniger pflegen zu brauchen, oder ob sie lieber auf die sichere Seite wechselt.

Gefunden habe ich den Beitrag hier: http://www.holzbauaustria.at/index.php?id=357&tx_ttnews%5Btt_news%5D=7369&cHash=bcd80ebf14c873f2572c41b281354022

 

Holz-Lehm-Häuser ärmlich?

Es gab Zeiten da gab es Gründe warum Holz-Lehm-Häuser als ärmlich galten. Das lag weniger an der Qualität der Baumaterialien als an den sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen. Gebildete Menschen wissen, dass das heute schon lange anders ist: Holz-Lehm-Häuser sind besonders wertvoll im Sinne nachhaltiger Gesundheitsprävention, Umweltverträglichkeit und Wertbeständigkeit.

 

Man denkt nie alleine

Ein Arte-Beitrag über einen neuen alten Zeitgeist von mobilen Minihäusern bis zum Hightech-Prototyp:

Die Häuser der Zukunft: Nachhaltiges Bauen mit Modulen – FUTUREMAG – ARTE

Auch ich plane gerne kleine feine Lowtech-Häuser aus Naturmaterialien. Demnächst hier mehr dazu.

 

Plattenbau

KLH Kreuzlagenholz von ABA-Holzbau. Massivholzbau mit Wand- und Deckentafeln sind einfach zu planen, werden im Werk gefertigt und sind schnell auf der Baustelle aufzubauen. Das trockene Bauen ist besonders im Winter für die Folgegewerke eine Freude, denn die beißende Feuchte des Mauerwerks- und Betonbaus weicht schon im Rohbau der Behaglichkeit des Holzes. Kombiniert mit Holzfaserdämmung sind beste Wärmedämmwerte üblich. Die Massivität bringt Schallschutz. Innenseitig bieten sich Lehmbauplatten oder moderne Lehmdünnlagenputze auf Holzfaserputzträgerplatten an. Hier beispielhaft eines einer Wohnhausgruppe.

SER Collage 160113 1000

Praktisch für die Nutzer eines Massivholz-„Plattenbaus“: Auch schwere Gegenstände wie z.B. Hängeschränke oder große Kunstwerke lassen sich einfach mittels Holzschrauben ohne Bohren und Dübeln befestigen.

Mehrgeschossiger Wohnbau ist ebenso möglich wie wirtschaftlicher Objekt- und Gewerbebau. KLH-Deckenelemente lassen sich auch bestens mit dem Steko-Holzsystembau kombinieren.

 

Mauern in Holz

Steko G40 1000

Mit dem Steko-Holzbausystem aus der Schweiz habe ich beste Erfahrungen. Es ist eine gute Alternative zum Holzrahmenbau als auch zum Massivholzbau. Besonders eignet es sich für beengte Verhältnisse wo vorgefertigter Holzrahmenelemente nicht oder nur schlecht gehandhabt werden können, so bei engen Grundstücken oder Dachaufstockungen. Wärmedämmung, unterschiedliche Fassaden und der Innenausbau – perfekt mit Lehmbauplatten – erfolgen ebenso einfach wie beim Massivholzbau.

Die Fotos zeigen den Aufbau eines 100 m² Penthouse am dritten Arbeitstag. Am vierten Tag begannen die Arbeiten an der Dachkonstruktion. Nach einer Woche war das Haus auf dem Haus wasserdicht.

Ein Beispiel aus meiner Architektentätigkeit

 

Lehmstapeltechnik im Holzbau

Holz und Lehm Biberach 2012 600Ein sehr zu empfehlender Tagungsband zum Thema Holz- und Lehmbau: http://dachverband-lehm.de/pdf/DVL_Holz-und-Lehm_webversion.pdf

 

 

 

Holz und Lehm Biberach 2012 S4Seite 4 zeigt ein Foto aus 1993, Lehmstapeltechnik im Haus Cadenbach, Architekt Olaf Paproth. Die Lehmstapelarbeiten wurden damals von den Bauherren unter Regie und Mitwirken des Architekten ausgeführt. Die Firma Lehmbau Peter Breidenbach lieferte das Material und führte die Lehmputzarbeiten aus.