Ab sofort klimaneutral – „Gisela“

Man kann Klimakompensationszahlungen sicher diskutieren – oder etwas tun. „Gisela“ fährt ab jetzt CO²-neutral. Als 35 Jahre alter Oldtimer ist sie eh schon nachhaltiger als alle 10 Jahre ein neues Auto zu kaufen. Und der 6,5-Tonner braucht keine 12 l Diesel ro 100 km. Leider kann ich kein Pflanzenöl kaufen – es gibt keine Tankstelle. >>> https://www.myclimate.org/de/

Sandkrise

Energieeffizienz reicht einfach nicht.


https://www.dw.com/de/sand-krise-mafia-profitiert-von-drohendem-sandmangel-wichtigster-baustoff-l%C3%B6sungen-korruption/a-57178419

 

Nachhaltigkeit war schon immer mehr: Ökologisches Bauen!


1982

 

Zur altuellen Preisentwicklung im Bau

In den letzten Wochen häufen sich die Meldungen, dass Holz, Stahl und andere Baustoffe ungewöhnlichen Preissteigerungen unterworfen sind. Teilweise müssen bereits gültige Angebote widerrufen werden, weil die Differrenzen nicht von den Händlern und in der Folge Handwerkern aufgefangenen werden können.

 

Das bedeutet auch, dass Kostenschätzungen der Architekten und Planer ihre Gültigkeit verlieren. Für Bauherren ist die Folge, dass ihre Budgetplanungen nicht mehr stimmen.

Diese Entwicklung ist der Dynamik des Weltmarktes geschuldet. Vielleicht bietet sich hier eine Chance endlich zu nachhaltigem, regionalen Handeln zu finden. Es ist doch mit gesundem Menschenverstand nicht nachzuvollziehen, dass Bauholz in wenigen Monaten um 50 % teurer wird und gleichzeitig mehr als genug Holz in den Wäldern vorhanden ist. Auch – und gerade – „Borkenkäferholz“ liegt auf Halde und muss zu billigen Preisen abgegeben werden.

 

Arp-Schnitger Orgel in Cappel

Die Orgel in Cappel ist die am besten erhaltene des Orgelbauers Arp-Schnitger. Er hat sie 1680 für die Hamburger Klosterkirche St. Johannes gebaut. 1816 wurde sie durch den Orgelbauer Georg Wilhelmy für die Kirche St. Peter und Paul nach Cappel überführt. Die Orgel genießt Weltruhm und wird als Anwärter für die Liste der Weltkulturerbe gehandelt. Lesen Sie mehr dazu hier bei Wikipedia und beim Förderverein.

Was hat ein Architekt mit den Erhalt einer solch wertvollen Orgel zu tun? Er muss das tun, was er eigentlich immer tun sollte: für gutes Klima sorgen. Anlass waren die nicht mehr akzeptablen Emissionswerte der Öl betriebenen Kirchenheizung. Die Bedingungen für das Innenraumklima in der norddeutschen Backsteinkirche müssen sehr genau beachtet werden. Die Luftfeuchtigkeit muss in bestimmten Grenzen bleiben. Das gilt sowohl in Ruhezeiten als auch bei Gottesdiensten und Konzerten. Es liegen Gutachten zum Klima und Außenmauerwerk vor und ein Konzept zur Erneuerung der Luftheizungsanlage. Dabei müssen für die Orgel ungewöhnliche Schutzmaßnahmen eingeplant werden.

    
   

Für das beauftragte Planungsbüro regionaltypische Bauwerke habe ich beratende und bauleitende Aufgaben übernommen. Mich interssieren dabei besonders die klimabedingenden Fragen. Das betrifft die Wände, die Fenster und die Tonnendecke. Hier kommt es darauf an, die klimatischen, baukonstruktiven und anlagentechnischen Bedingungen im Zusammenhang zu betrachten. Die Erkenntnisse und Vorschläge der Fachingenieuere und Gutachter müssen zu einem Gesamtwerk zusamengefügt werden.

Die Orgel wird vor dem unvermeidlichen Baustellenstaub zweifach geschützt: zum einen mit diffusionsoffenem Vlies und von oben mit wasserdichter Folie und zum andern mit einer Einhausung aus Klima ausgleichenden Holzfaserplatten. Jetzt kann mit den Bauarbeiten begonnen werden.

 

Thema Denkmal

Der monatliche altbau plus Sanierungstreff: diesmal zum Thema Denkmal. Bei Denkmälern oder „erhaltenswerter Bausubstanz“ kann man ja gar keine Energiesparmaßnahmen durchführen – stimmt das? Wann ist ein Haus ein Denkmal oder erhaltenswert? Was hat das für Vorteile? Expertin ist Claudia Ebenbeck, Stadt Aachen. Referent ist Olaf Paproth, altbau plus e.V.. Sie sind herzlich eingeladen.

Beratung zur Abdichtung einer Bruchstein-Kapelle

Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber mir fielen gerade die Unterlagen wieder in die Hände: Die Aufgabe für einen Bauunternehmer lautete: „Machen Sie mal ein Angebot zur Abdichtung der Außenwände der Kapelle im Erdreich.“ Die Beschaffenheit der Außenwände im Erdreich war unbekannt. Ob die innen erkennbare, aufsteigende Feuchtigkeit nur daran lag oder vielleicht auch an den teils offenen Mauerwerksfugen, sollte keine Rolle spielen. Wie soll man da ein seriöses Angebot erstellen? Bituminöse oder zementöse Abdichtungen benötigen einen relativ ebenen, fehlerfreien Untergrund. Eventuell muss man ihn herstellen. Der Aufwand dafür kann aber nicht abgeschätzt werden, da ja die Beschaffenheit der Wände in der Erde nicht bekannt waren.

Der Bauunternehmer kam zu mir, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Ich habe daraufhin eine mineralische Abdichtung mittels Dernoton vorgeschlagen. Sie lässt sich unabhängig von der Beschaffenheit der Außenwände zuverlässig herstellen. Wie das funktioniert?

 

Thema Dämmstoffe

Der monatliche altbau plus Sanierungstreff: diesmal zum Thema Dämmstoffe. Es wird über den Sinn und Zweck von Dämmstoffen und deren Eigenschaften in puncto Nachhaltigkeit, Wohngesundheit und Wirtschaftlichkeit informiert. Referent ist Olaf Paproth. Sie sind herzlich eingeladen.

Die Altbau-FAQs

Ein neues Projekt: die Altbau-FAQs. Analog zu den inzwischen etablierten Lehmbau-FAQs sollen hier Fragen zur Instandhaltung, Umnutzung und Modernisierung von Bestandsbauten beantwortet werden. Historische Altbauten haben einen besonderen Charme, den es zu erhalten und modernen Ansprüchen anzupassen gilt. Jüngere Altbauten – zwar architektonisch nicht immer besonders wertvoll – bieten dennoch in der Regel ungeahntes Potential für zeitgemäße Aktualisierungen. Bausubstanz, die bereits gebaut ist, benötigt keine Resourcen. Sie den heutigen Maßstäben bezüglich Nutzung, Gestaltung und Energieeffizienz anzupassen, ist in der Regel nachhaltiger als Abriss und Neubau oder weiterer Flächenverbrauch.

Auch daraus kann man etwas Schönes machen

Die Altbau-FAQs werden sich mit Themen von Bauphysik, Schimmel, Wärmedämmung und -schutz, Fenster- und Heizungsaustausch, Nutzung regenerativer Energien über planerische und baukonstruktive Fragen bis hin zu Gebäudebegrünung und Möglichkeiten finanzieller Förderungen beschäftigen.

Entscheident für das gelingen einer Altbaumodernisierung ist nicht die Summe der Einzelthemen, sondern das Verstehen und Beachten deren Zusammenhänge.

Oshogbo – Lehmbau einmal anders

Der heilige Hain der Susanne Wenger, Oshogbo, Nigeria,
aufgenomen in den 1980er Jahren.

Die Skuplturen, Mauern und Gebäude sind aus Lehm und Bewehrungseisen hergestellt. Gegen die heftigen Regenfälle im tropischen Nigeria wurde damals teilweise mit Zement stabilisiert.

Heute gehört der Hain zum Weltkulturerbe.
Aktuelle Hintergründe dazu finden Sie hier:
Susanne Wenger Foundation / Wikipedia