Beratung „Nachhaltige, gesundheitsfördernde Sporträume“

Die Fortbildung „Sportstätten schaffen und Erhalten – Möglichkeiten der Finanzierung“, die ich kürzlich genießen konnte, brachte zu Tage, was viele Sporttreibende lange wissen: Laut einer Untersuchung im Auftrag des Landessportbundes NRW (lsb) ist die bauliche Situation in einem wachsenden Großteil der Sporträume von Vereinen und Gemeinden in einem, sagen wir, wenig aktuellem Zustand. Rund ein Drittel der untersuchten Sportanlagen sind mit kaum ausreichend bis mangelhaft zu bezeichnen. Der lsb hat jetzt eine Veranstaltungsreihe zum o.g. Thema zu einem vorläufigen Abschluss gebracht. Insgesamt war es eine erfolgreiche und gut angenommene Sache. Ein Zeichen für den drängenden Bedarf.

Während der Focus der Veranstaltung auf dem Thema Finanzierung lag, sind die Fragen „Was muss ich tun, wie muss ich vorgehen, wenn ich meine Sporträume aktualisieren will?“ nicht behandelt worden. Auch werden die Themen der Nachhaltigkeit und der Gesundheit der Bauweisen und Baustoffe zwar genannt, tatsächlich aber bleiben sie außen vor. Leider bestätigt diesen Eindruck auch der sogenannte Öko-Check“ des lsb, der tatsächlich ein reiner „Energie-Check“ ist, diesen Eindruck ebenso wie die, an sich interessante, Broschüre „Nachaltiger Sportstättenbau (pdf-Datei)„. Böse Geister könnten hier Etikettenschwindel vermuten.

Auf meine Frage, ob der lsb denn eine Möglichkeit zur Beratung von Sportvereinen anbieten würde, die zum Beispiel als Vorbereitung von Gesprächen mit Architekten, Handwerkern, Gemeinden und Investoren dienen könne, erhielt ich die Antwort, dass der lsb eine solche Bauberatung nicht als seine Aufgabe sähe.

Daher habe ich mich entschieden von mir aus und in enger Kooperation mit ausgesuchten Vereins-Management-Beratern des lsb, eine besondere Beratung zum Thema „Nachhaltige, gesundheitsfördernde Sporträume“ anzubieten. Auf der Basis meiner langjährigen Erfahrung mit den Themen Gesundheitsprävention und Sport *) beinhaltet sie alle Fragen

  • zur Projektvorbereitung
  • zur Projetplanung
  • zu Bauweisen und Baustoffen
  • zur Eigenleistung
  • zu Finanzierungsmöglichkeiten

beim Erhalt, der Entwicklung und Modernisierung, der Erweiterung und dem Neubau von Sporträumen.

Die Beratung kann

  • ein Kurzseminar sein,
  • Antworten auf Fragen zu einzelnen, konkreten Themen oder
  • ausführliche Projektbegleitung
  • und die Eigenleistungsbetreuung.

Bei einem Erstgespräch werden die individuellen Themen und der Umfang der Beratung erkundet, um anschließend ein für beide Seiten annehmbares Budget für die Beratung festzulegen.

Sprechen Sie mich an, ich freue mich auf Ihre Projekte.

 

*) Ich habe sieben Jahre lang als Yoga-Lehrer 13 Yoga-Zentren in ganz Deutschland aufgebaut und bin Trainer und Lehrbeauftragter des Taiwan Do Institut in den Fachbereichen Klassische chinesische Kampfkunst (Kung Fu Wu Shu) und Gesundheitslehre (Tai Chi Chuan) und Meditation mit mehreren Meistergraden.

 

Städte stöhnen wegen der schlechten Luftqualität

Die Städte stöhnen wegen der schlechten Luftqualität, gegen die sie nicht ankommen. Dabei wäre es so einfach. Schauen wir uns nur einmal die Dächer in den Städten an. Graudächer werden noch immer Gründächern bevorzugt. Mir  ist kein Bebauungsplan bekannt, der Gründächer vorschreiben würde. Wohl aber gibt es eine Reihe guter Beispiele – leider eben Einzelstücke (siehe u.a. den Literaturhinweis unten).

  

Vergleichen wir Graudach vs. Gründach:

Flächenversiegelung: 0:1
Sauerstoffproduktion: 0:1
Kohlendioxidverbrauch: 0:1
Staubverringerung: 0:1
Temperaturausgleich: 0:1
Feuchteausgleich: 0:1
Gerüche: 0:1
Lärmreduktion: 0:1
Wasserrückhaltung, Entwässerung: 0:1
Brandschutz, harte Bedachung: 1:1
Brandschutz, weiche Bedachung: 0,5:1
Lebensraum für Insekten & Co: 0:1
Ästhetik: -:- (da halte ich mich hier einmal raus)
Psychologische Wirkung (Wohlbefinden, Stressreduktion) 0:1
Flachdachtauglichkeit: 1:1
Steildachtauglichkeit: 1:1
Dachgewicht: 1:0,5
Montage: 1:1
Dachhaut, Lebensdauer: 0:1
Dachhaut, Pflege: 1:1
Dachhaut, Invetitionskosten: 1:1 – 1:0,5
_____________________________________________
Graudach 7,5 : Gründach 19 Punkte

Nun, warum stöhnen die Städte? Während immer teurere und immer nutzlosere Investitionen für die Einhaltung der Energieeinsparverordnungen (EnEV) vom Bürger verlangt werden, bleibt die Forderung nach Gründächern außen vor. Dabei sind Investitionen hier wesentlich rentabler als nur allein die letzte Verschärfung der EnEV. Das gilt übrigens auch bei den vorbildlichen Bauten der öffentlichen Hand…

Damit mir nun keiner glauben muss, was ich hier behaupte, lese er nach:

Gernot Minke
„Dächer begrünen – Planung, Ausführung, Praxistipps“
ökobuch-Verlag
2000 / 2016

Prof. Minke ist einer „der Päpste“ des Lehmbaus und des ökologischen Bauens. Derzeit wird sein Werk bei der documeta 14 in Kassel geehrt.

Es gibt seit den 1980er Jahren eine Reihe weiterer, guter, fundierter Literatur zum Thema.

 

 

Wiederentdeckt zum Thema Küchen

Es ist aktueller denn je. Eine Küche zuhause ist eben keine Fernsehküche und auch kein wirklich taugliches Mittel Status zu zeigen. Eine Küche ist viel mehr. Sehr zu empfehlen und im ökobuch-Verlag neu aufgelegt:

Architekturkritisches ergibt sich beim lesen des Buches von allein. Da brauche ich hier gar nicht an den überzogenen teuren, beeindruckend anzusehenden – wehe wenn sie gebraucht werden – Hochglanzküchen rumzumeckern. Viel Spaß dabei!

 

Gründach noch immer exotisch

So sehen sie aus, die meisten Flachdächer. Fragt sich warum? Sie sind häßlich und wenig intelligent. Häßlich? Naja, ich glaube, das sieht jeder. Dumm, weil Bitumenpappen weder wirklich einfach zu verlegen sind, z.B. im Vergleich zu wurzelfesten EPDM-Bahnen, noch sind sie besonders dauerhaft. Während Gründächer gerne ohne weiteres 30 Jahre und länger halten, müssen Bitumendächer nach 10 Jahren zumindest nachgebessert werden. Die grauen Dachdichtungen müssen Temperaturdifferenzen von 80 – 100° C aushalten. Im Sommer können es im Tagesrythmus gerne 60 – 80° C sein. Bei einem Gründach sind es nur rund 25° C. Das bedeutet für die Dichtbahn erheblich weniger Stress. Belastungen durch UV-Bestrahlung gibt es beim Gründach auch nicht.

Thema sommerlicher Wärmeschutz. Die Temperatur einer besandeten Bitumenbahn beträgt schnell 80° C bei direkter Sonneneneinstrahlung, die einer Dichtbahn unter einer Begrünung, wie gesagt, etwa 25° C. Hinzu kommt die Phasenverschiebung, also die Trägheit der Erwärmung nach der kühlen Nacht, ein wichtiger Faktor beim sommerlichen Wärmeschutz.

Was kostet ein Gründach? Es ist naturgemäß etwas teurer als keine Begrünung, denn es ist ja etwas auf dem Dach, was sonst dort nicht wäre. Das Verlegen der Dachdichtung kostest nicht mehr. Es kann sogar billiger sein. Wenn EPDM-Bahnen deutlich teurer sind als Bitumenbahnen liegt das nicht am Material, sondern am Verarbeiter. Es gibt sehr aufwendige Gründachaufbauten, die einiges an Geld kosten, auch wenn sie gut sind. Ich halte sie allerdings meist für übertrieben. Es geht auch kostengünstig einfach – auch in Eigenleistung.

     
    

Die Bilder zeigen einen einfachen und recht dünnen Gründachaufbau, den ich 1987 über zwei Jahre getestet habe. Die Schichten von unten nach oben: wurzelfeste Dachdichtung, Blähton Dänage- und Wasserspeicherschicht, Filtervlies, Erdsubstrat, Sedumsetzlinge und Gräser-Kräuter-Saatmischung. Den Rest macht die Natur kostenlos.

Das zweite Bild oben zeigt ein von mir gebautes Gründach auf einem Gartenhaus im zweiten Jahr. Erstaunlicherweise hat das Haupthaus, ein 60er-Jahre-Flachdach-Bungalow, 20 Jahre später noch immer keine Dachbegrünung. Verstehen muss ich das nicht…

 

Kellerräume = Wohnräume?

Kellerräume sind aus raumklimatischen und Belichtungsgründen eher nicht für den dauernden Aufenthalt geeignet. Sie sind dann auch nicht billiger als oberirdische Räume, die immer die bessere Wahl sind. Sollte es aber dennoch sinnvoll sein Kellerräume zu Wohnräumen aufzuwerten, ist Lehmputz für die Gestaltung eines angenehmen Raumklimas hier besonders hilfreich.

Aus Kellerräumen Wohnräume machen

 

Gesundes Raumklima in Sporträumen

Immer wieder muss ich feststellen, dass in Sporträumen ein eher grausames Raumklima herrscht. Wir kennen das alle. Das muss nicht sein. Ein Beispiel wie es anders geht, also das Raumklima gesundheitsorientiert und sportorientiert bewusst gestaltet werden kann, habe ich in den Lehmbau-FAQs beschrieben. Hier war die Aufgabe einen komplett gefliesten Raum in ein Trainingsraum für Kampfkunst und Gesundheitslehre tauglich zu machen.

Gesundes Raumklima in Sporträumen